1. Rang Projektwettbewerb Neubau Alterswohnungen Bären Biglen

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Lieu
Biglen, Suisse
Année
2013: Wettbewerb, 2015: Vorprojekt
Client
Bären Biglen AG

Das Zentrum für Betagte der Bären Biglen AG wird um 34 altersgerechte Wohnungen, zehn Studios und dazugehörige, ergänzende Dienstleistungen erweitert. Die vier klar umrissenen Neubauten sind in Volumen, Proportion, Ausrichtung und Dachneigung den historischen Nachbarsbauten angelehnt und überzeugten so die Jury.

Der Perimeter umfasst grossflächig das Areal zwischen dem Bären Bigeln und dem Biglenbach, bis zum Parkdeck bei der Mühle. Die historische Komposition von Kirche, Pfarrhaus, Gemeindehaus und Bauernhäusern sowie die markante Hangsituation sind prägend für den Ort. Der Strassenraum entlang der Bahnhofstrasse ist klar definiert durch Hochbauten, die im Erdgeschoss oft gewerbliche Nutzungen aufweisen. Nach der Brücke über den Biglenbach öffnet sich der Raum auf das Parkdeck. Gegenüber liegt die alte Mühle und weitere historische Bauten.

Nahe am Bären wird ein zurückhaltender Flachdachbau gesetzt, er funktioniert als Zentrum für den gesamten Betrieb. Östlich davon wird ein grösseres Volumen (Haus Bärenstutz) gesetzt, welches sich an den Bauernhäusern orientiert. Südlich wird ein weiteres, kleineres Volumen (Haus Hohle) an den Hang platziert. Angelehnt an das Bauernwohnhaus treten die beiden Volumen als Holzbauten mit Satteldach in Erscheinung. Das bestehende Parkdeck wird abgebrochen und durch ein neues Volumen (Haus Mühle) ersetzt. Der Bau klärt den Strassenverlauf und korrespondiert mit der Mühle. Als Ausläufer der Bahnhofstrasse werden im Erdgeschoss Dienstleistungsbetriebe untergebracht. Grünflächen und der Verzicht auf oberirdische Verbindungsbauten unterstreichen die Erscheinung der Bauten als Solitäre.

Das neue Verwaltungsgebäude bildet den Zugang zum Zentrum und beherbergt zusätzlich auch öffentlich zugängliche Nutzungen wie den Wellnessbereich und den Mehrzweckraum. Im Gartengeschoss ist eine unterirdische Verbindung zum Restaurant Bären und dem Wohnhaus Bärenstutz angeordnet und ermöglicht so die Verbindung dieser Bauten ohne Geschosswechsel. Eingebettet in Hang und Wiese, definiert das Wohnhaus Bärenstutz zusammen mit dem Zentrumsbau und dem Haus Hohle den halböffentlichen Platz. Das Haus Hohle bietet zehn Eigentumswohnungen mit 3.5 bis 4.5 Zimmern, welche mit dem grosszügigen Wohnbereich und angegliederter Loggia nach Süden orientiert sind. Im Haus Mühle befindet sich das Ärztezentrum und drei 3.5-Zimmer-Mietwohnungen. Die Physiotherapie im Erd- und Sockelgeschoss ist ebenerdig mit einem separaten Eingang erschlossen.

Das Zentrum der Anlage wird der Dorfplatz, welcher sich zwischen der Kirche und dem Restaurant Bären sowie dem neuen Verwaltungsgebäude aufspannt. Die Offenheit schafft einen Treffpunkt für Bewohner und Dorfbevölkerung. Ein Wiesenteppich überzieht das Areal bis zu den Wohngebäuden und bettet diese in der Landschaft ein. Locker gestreute Zierobstbäumen schaffen einen behutsamen Übergang zwischen Kulturlandschaft und Siedlung. Die Geschossdecken, Treppenläufe und Wohnungstrennwände werden in Ortbeton ausgeführt. Die Fassaden und das Dach werden in Holzbauweise erstellt und über den massiven Kern gestülpt. Die Fassadenhaut ist als vertikale Holzschalung aus sägeroher Lärche vorgesehen. Beschattung der Fenster erfolgt teils über hölzerne Schiebeläden, teils werden Stoffmarkisen eingesetzt.

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